Rheinland-Pfalz

Bahnhof Utopia

Die Integration von Geflüchteten stellt für ländliche Regionen eine große Herausforderungen dar, weil hier kaum auf Hilfsstrukturen und Anlaufstellen, die in dieser Thematik erfahren sind, zurückgegriffen werden kann. Die in der Verbandsgemeinde Bad Ems (ca. 9.500 Einwohner) lebenden Geflüchteten sind dezentral untergebracht. Diese Art der Unterbringung ist einerseits ein wichtiger Schritt zur Integration, birgt aber zugleich die Gefahr des Nicht-Erreichens und der Vereinsamung. Wir begegnen anderen in unserem Alltag am Arbeitsplatz, in der Schule und bei Freizeitaktivitäten. Was ist, wenn diese Chancen der Begegnung nicht gegeben sind?

Das Knirps Theater und das Jugendzentrum (JUZ) Bad Ems führen seit 2013 in Kooperation soziale und kulturelle Projekte durch, um die Geflüchteten und Einheimischen in kreativer Art und Weise miteinander in Austausch zu bringen. Begleitet von ausgebildeten Kursleitern werden Kurse für Musik, Theater, Skulpturenbau, Plakatmalerei, Film etc. angeboten, so dass jeder seine eigene Ausdrucksform finden kann. Im Vordergrund steht jedoch insbesondere die Begegnung: Bei Ausstellungen, Theater- und Filmdarbietungen sowie angeleitetem Speed-Dating werden Anwohner und Geflüchtete in den Dialog gebracht, um Vorurteile abzubauen und Bekanntschaften entstehen zu lassen.

Der Bahnhof Utopia ist ein alter Bahnhof aus Zeiten des Bergbaus. Mit viel Raum im Wartesaal für Ausstellungen und Workshops ist er der perfekte Begegnungsort und noch mehr ein Sinnbild für das, was den Initiatoren so wichtig ist: Die Weichen für gelungene Integration im ländlichen Raum stellen.



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