Berlin

GiG-Getragen in Gemeinschaft. Hochbetagt am Rande der Stadt.

Zunehmende Überalterung der Gesellschaft, Vereinsamung, niedrige Geburtenrate und Entfremdung zwischen den Generationen – diese Entwicklungen beobachtet der Evangelische Kirchenkreis Teltow-Zehlendorf auch in seiner eigenen Gemeinde. Als Antwort darauf entwickelt er in Begleitung der Evangelischen Hochschule Berlin für die Pilot-Nachbarschaften Nikolassee und Schlachtensee das Projekt GiG (Getragen in Gemeinschaft).

Eine Umfrage der Studierenden unter Hochbetagten ergab, dass diese so lange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden wohnen bleiben und soziale Kontakt in ihrem Viertel erhalten und aufbauen möchten. Zudem wurde deutlich, dass sie den jüngeren Generationen gerne etwas mitgeben wollen. Die Studierenden entwickelten anhand der Umfrageergebnisse verschiedene Einzelprojekte, die nun mit unterschiedlichen Partnern im Kiez umgesetzt werden. Das Projekt “Ziemlich beste Brieffreunde” wird zum Beispiel mit der Montessori-Schule realisiert: Hier werden Senioren, die nicht mehr mobil sind, mit Drittklässlern, die sich im Schreiben üben wollen, als Brieffreunde zusammengebracht. Die Studierenden dienen dabei als Nachbarschaftskuriere und bringen die Briefe im Zweiwochentakt zu den Hochbetagten nach Hause.

Beliebt ist außerdem die “Taschengeldbörse”, wo Kinder und Jugendliche kleine Hilfstätigkeiten (Einkauf, Vorlesen, Computer- oder Handybedienung) für Senioren übernehmen und sich dabei einen Obolus verdienen können. Mit dem Dreilinden Gymnasium wird außerdem regelmäßig ein Erzählcafé veranstaltet und im Projekt “Kiezgeschichten” werden Hochbetagte von Studierenden zu ihrer Lebensgeschichten interviewt.



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