Sachsen

Gottschdorfer Hans im Glück

Dörfliche Traditionen verblassen in Deutschland zunehmend oder sterben sogar aus, weil immer mehr junge Leute die ländlichen Regionen verlassen. Ein Problem, dem die Initiative ‘Gottschdorfer Hans im Glück’ auf kreative und unterhaltsame Weise etwas entgegensetzt. Rico Mager hatte die Idee, bäuerliche Traditionen in einem Film für die nächste Generation festzuhalten - und viele Dorfbewohner spielten mit.

Zwei Jahre dauerten die Arbeiten am Dorf-Filmprojekt; in diesem Jahr feiert der “Gottschdorfer Hans im Glück” Premiere. Der Film soll das Dorf als lebenswerten Ort zeigen und vor dem Hintergrund von Landflucht und Dörfersterben die Frage stellen, welche Lebensart heute noch glücklich macht. Im Mittelpunkt der Geschichte steht der junge Hans, der auf seiner Gesellenwanderschaft alte Handwerksberufe und das einfache Alltagsleben der Bauern zu früheren Zeiten kennenlernt.

Die Idee zu einem Dorffilm sorgte unter den Nachbarn im sächsischen Gottschdorf für Gesprächsstoff. Die Dorfbewohner gingen aufeinander zu, um Genaueres darüber zu erfahren, viele wollten mitmachen. Aus dem privaten Filmvorhaben wurde ein Nachbarschaftsprojekt. Bei den Gesprächen über Drehaufnahmen, Requisiten und Rollen entstand ein reger Austausch im Dorf, sogar langwährende Nachbarschaftsstreitigkeiten konnten so, ganz nebenbei, gelöst werden. Die Mitwirkenden sind zwischen zwei und 87 Jahren alt, das ganze Dorf wurde durch den Film zusammengeschweißt und freut sich nun auf die Filmpremiere im August 2018. Wie geht es danach mit den Gottschdorfern weiter? Neue kreative Projektideen zur Dorfbelebung gibt es jedenfalls schon.



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