Nordrhein-Westfalen

"Hallo Nachbar!"

Bis 2013 war der Schwerpunkt des Vereins vision:teilen die Obdachlosenhilfe. Bei dieser Arbeit haben Ehrenamtliche festgestellt, dass es immer wieder auch Menschen gab, die nicht Hilfe suchten, weil sie kein Dach über dem Kopf hatten, sondern weil sie sehr einsam und/oder sehr arm waren. Daraus entstand die Idee, sich im Sinne nachbarschaftlicher Hilfe um vereinsamte Menschen und Menschen in Notsituationen zu kümmern. Mit “hallo nachbar!” gründete der Verein eine Initiative, die es in dieser Form in Düsseldorf noch nicht gab. Das Projekt ermutigt, motiviert und begleitet Menschen, die sich für vereinsamte und bedürftige Nachbarn einsetzen. Häufig können diese Menschen aufgrund von Krankheit, Alter, Behinderung, persönlicher Lebenskrisen oder Armut nicht mehr an der Gesellschaft teilhaben oder sind teilweise sogar bereits aus dem sozialen Hilfesystem herausgefallen. Das Ergebnis: Sie ziehen sich hinter ihre verschlossenen Wohnungstüren zurück. Die Ehrenamtlichen verstehen sich als Türöffner. Sie besuchen die Nachbarn zuhause, aber begleiten sie auch zu Behörden, Ärzten oder sozialen und kulturellen Angeboten im Stadtteil. Oft kann man Menschen, die isoliert leben, schon durch kleine Dinge viel Gutes tun.

Seit 2013 wurden über 150 vereinsamte Nachbarn kurz- oder langfristig von “hallo nachbar!” begleitet. Mittlerweile sind ca. 50 Ehrenamtliche im Projekt engagiert. Meist setzen sie zwischen 1 und 6 Stunden pro Woche ein, um Nachbarn in Not zu helfen. Zunächst ruhte die Arbeit komplett auf ehrenamtlichen Schultern. Die wachsende Nachfrage und die Vielschichtigkeit der Problemlagen der bedürftigen Menschen machte jedoch eine hauptamtliche Koordination und Anleitung nötig. Die Ehrenamtlichen sind oft mit schwierigen Situationen konfrontiert und werden deshalb intensiv durch die hauptamtliche Fachkraft unterstützt und in persönlichen Gesprächen, Teamtreffen und Schulungen begleitet. Besonders an "hallo nachbar!" ist auch die breite Mischung an Menschen, sowohl bei den Ehrenamtlichen als auch den Personen, die um Hilfe bitten. Alle Altersgruppen, Männer, Frauen, viele Kulturen und alle Gesellschaftsschichten sind vertreten.



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