Hamburg

Welcome Dinner

Die Gründer von Welcome Dinner sind überzeugt, dass Integration nur über persönliche Begegnungen funktionieren kann. Bereits Anfang 2015 waren sie auf verschiedene Art und Weise ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe aktiv. Dabei stellten sie fest, dass Flüchtlinge und Einheimische im Alltag kaum Kontakt zueinander haben. Geflüchtete kannten Hamburger nur als Lehrer, Sozialarbeiter oder Ehrenamtliche. Das wollten sie ändern und riefen daraufhin - inspiriert von einer schwedischen Initiative - das Welcome Dinner ins Leben.

Beim Welcome Dinner laden Einheimische Flüchtlinge zu sich nach Hause zum Abendessen ein. Beim manuellen Matching zwischen Gastgeber und Gast achtet das Team des Welcome Dinners darauf, immer Menschen, die in derselben Nachbarschaft wohnen, zusammenzubringen. Die Dinner sind durch die Begegnungen im Wohnzimmer sehr persönlich. Damit gibt der Gastgeber viel von sich preis und zeigt, dass er im wahrsten Sinne des Wortes die Türen für einen Fremden öffnet. In vielen Kulturen sind Einladungen unter Nachbarn nach Hause (und das Anbieten von Speisen) viel selbstverständlicher als in Deutschland – viele Flüchtlinge kennen das auch als Zeichen der Gastfreundschaft und Wertschätzung aus ihren eigenen Ländern.

Seit Gründung haben bereits über 2.500 Dinner mit 10.000 Menschen aus 37 Nationen stattgefunden. Im Vergleich zu langfristig angelegten „Tandems“ verpflichtet dieser Ansatz zu sehr wenig: Gastgeber laden für einen Abend zu sich nach Hause ein. Danach können sich weitere Treffen ergeben, es kann aber auch bei diesem einen Mal bleiben. Das ermutigt viele Menschen, die skeptisch sind oder die wenig Zeit für regelmäßiges Engagement haben, sich für eine Begegnung mit einem Geflüchteten zu öffnen. Und eine Umfrage des Teams zeigt: Mehr als die Hälfte der Gastgeber und Gäste sehen einander nach dem Dinner wieder, häufig entstehen richtige Freundschaften.



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