Sachsen-Anhalt

Ein offenes Haus der Begegnung

Was tun, wenn die eigene Gemeinde gesellschaftlich so gut wie ausgestorben ist? 1999 gab es in Mösthinsdorf, einer 250-Einwohner-Gemeinde in Sachsen-Anhalt, weder Vereine, noch Einkaufsmöglichkeiten. Für junge Menschen gab es keinen Grund, länger als nötig an diesem Ort zu bleiben. 15 Bürger*innen wollten das ändern und gründeten den Mösthinsdorfer Heimatverein „Wildtulpe“. Beim Basteln, Stricken, einem Kräuter-Workshop oder dem Kultur-Picknick „Märchenland KULTour“ fanden jung und alt zusammen und erweckten die Dorfgemeinschaft aus ihrem Dornröschenschlaf. Wenn in Mösthinsdorf jemand etwas gut kann, dann gibt es die Chance, dass der Heimatverein ein Angebot für alle daraus macht. Das nächste große Highlight sollte die Eröffnung des neu gebauten „Offenen Hauses der Begegnung“ werden, doch die Pandemie machte der Sache einen Strich durch die Rechnung. Sämtliche Konzerte und Veranstaltungen in diesem neuen Haus wurden aufs neue Jahr verschoben. Dafür rief man kurzerhand eine Nähstube ins Leben: die Alten zeigen den Jungen, wie sie sich selbst Gesichtsmasken basteln können. 


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