Sachsen-Anhalt

Kulturhof der Künstlerstadt Kalbe

Wie begegnet man den Folgen des demografischen Wandels, wenn Platz und Raum zwar da sind, es aber an kulturellen Alternativen mangelt? Bürger*innen von Kalbe diskutierten 2013 diese Frage und gründeten die „Künstlerstadt Kalbe“. Ein seit neun Jahren leerstehender Bauernhof mitten in der Altstadt wurde zum Zentrum einer ganzen Reihe von kreativen Ideen zur Neugestaltung der Nachbarschaft.  Die „Künstlerstadt“ versteht sich als soziale Skulptur, die alle Mitmenschen dazu einlädt, ihr Umfeld selbst zu gestalten. Dabei geht sie davon aus, dass jeder Mensch in sich gestalterische Potentiale trägt. Zunächst wurden der Hof und die Scheune des Bauernhofes für Festivals, Sommerkino, Konzerte und Lesungen genutzt, 2016 erwarb die Gemeinschaft das Einzeldenkmal, 2018 begann die Sanierung. Kurz vor Ausbruch der Coronakrise war der erste Bauabschnitt so gut wie fertig gestellt. Weil viele der Ehrenamtlichen altersbedingt zur Risikogruppe gehören, verlagerte sich das Vereinsleben auf den virtuellen Austausch. Ein Festival für improvisierte Musik und ländliche Entwicklung musste abgesagt werden, andere Workshops und Konzerte wurden verschoben.



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