Niedersachsen

Osterwald taucht auf

Osterwald ist ein ländlicher Bergort, in dem die Dorfbewohner gerne wohnen. Die 24 Vereine des Dorfes Osterwald haben über 7.000 Mitglieder. Und das, obwohl Osterwald nur gut 1.100 Einwohner hat. Es gibt ein ehrenamtlich betriebenes Freibad, ein Museum, eine Freilichtbühne und eine ehrenamtlich betriebene Gastwirtschaft. Einziges Problem dabei: Die Bewohner des Emil-Isermeyer-Hauses, einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung, waren bei den zahlreichen Veranstaltungen meist nicht dabei. Es gab also etwas zu verbessern im Ort: Das Miteinander!

Auf Initiative des Ortsbürgermeisters und des Emil-Isermeyer-Haus wurde in Zusammenarbeit mit den zahlreichen Ortsvereinen und einem externen Beratungsbüro ein Dorfentwicklungsprozess angestoßen. Herausgekommen sind gleich mehrere Maßnahmen unter dem Motto “Zusammen wirken”. Als erstes wurde ein Projekt gestartet, um die vielen Geschichten in und um Osterwald zu dokumentieren. Dazu hat ein Fotograf die Osterwalder ein Jahr lang begleitet. Die Bewohner wurden besucht - zu Hause, bei Festen, an Feiertagen und wann immer sich die Gelegenheit ergab - und gebeten, eine Geschichte aufzuschreiben. Durch die Mitwirkung aller Akteure und Anwohner ist die 100-seitige Broschüre “Ort und Stelle - Osterwald taucht auf” über das Leben im ländlichen Osterwald entstanden.

Seitdem die Dorfentwicklung angestoßen wurde, hat sich viel getan. Auch in den Köpfen der Dorfbewohner: Die Menschen des Emil-Isermeyer-Hauses sind nicht mehr “die armen Menschen in der Einrichtung am Berg”, sondern ganz selbstverständlich gleichwertige Osterwalderinnen und Osterwalder in der Mitte der Dorfgemeinschaft.



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