Berlin

Nachbarschaftsinitiative Paulinenplatz

In Berlin-Lichterfelde hat sich eine Nachbarschaftsinitiative einer ungenutzten und verwahrlosten Kleinfläche angenommen. Als die Nachbar:innen im Sommer 2020 anfingen, den Platz neu zu gestalten, war er vermüllt, jeder Funktion entkleidet und besaß eine mehr als abweisende Ausstrahlung. Einem ersten Aufruf zu Mitarbeit und Spenden im Juni folgten bis März 2021 mehrere Arbeitseinsätze, an denen sich rund 20 Nachbar:innen unterschiedlichen Alters beteiligten. So machten die Freiwilligen den Paulinenplatz wieder zu dem, was er einmal war: Ein schmucker, gepflegter Ort, an dem man gerne verweilt, sich ausruht oder Nachbar:innen trifft. Ein Kernteam von derzeit 13 Aktiven kümmert sich um die monatlich anfallenden Pflegearbeiten. Bei größeren Einsätzen kommen weitere Helfer:innen aus der Nachbarschaft hinzu. Der etwa 370 Quadratmeter große Platz wurde bei der Gründung der Villenkolonie Groß-Lichterfelde angelegt und prägte als städtebauliches Kleinod Paulinenplatz lange das Ortsbild. Um 1900 diente er auf Postkarten abgebildet als Beleg für die hohe Wohnqualität der Gartenstadt. 1935 wurde er zum namenlosen Straßenland herabgestuft und verlor auch in den Jahrzehnten nach dem Krieg zunehmend an Beachtung. Dank der Initiative und der erfolgreichen Partnerschaft zwischen Nachbar:innen und Verwaltung heißt der Platz seit Juli 2021 offiziell erneut Paulinenplatz und trägt wieder zur Wohnqualität im Viertel bei.


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